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Khronos, der Gott der Zeit


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Erzittere, Sterblicher!

 

Der Gott der Zeit ist sich deiner gewahr und richtet über all deine Taten. Jene, welche sein Antlitz erblicket, sind gar nur ein Schatten ihrer selbst. 

Bist du stark genug im Geiste, um die Wahrheit über den Bruder von Valkyn und Yaga zu erfahren? So berühre er die Sanduhr.. Wir haben ihn gewarnt...

 

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Kraahks Chroniken - Band 1, Buch 13, Kapitel 3


Khronos

 

...

Als ihr gewahr wurde, dass Valkyns Wirken die Zeit anstieße, trat die Eine auf Khronos zu.  
"Das Eine schwindet. Der Wandel wird kommen. In Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wo Eins ist, herrscht Allwissen. Wo Wandel ist, manifestieren sich Unwissen, Wissen und Weisheit. Ich werde mich teilen müssen, um all dies gleichermaß zu sein - oder an dem Widerspruch zu Grunde gehen.
Bruder, du bist der Wachende und wachst nun auch über die Zeit. Versprich auch über mich zu wachen, während ich den Weg in dieses Ungewisse gehe - und mein Herz wird leichter sein. Denn ich bin das Wissen und gehen muss ich also."

Der Wachende versank wieder in den Schatten. Die Eine wusste seine Zustimmung. Als die Zeit gekommen war, wandelte sie sich in Cybele, Gaea und Yaga.

...

Viel ist gemutmaßt worden über Khronos Verbindung mit dem Hunger. Manche glauben Khronos sei einen heimlichen Bund mit Gaea (der Frau Arkons, Valkyns Sohn) eingegangen (aus dem Malekai hervorging) und sein einmaliger Eingriff in die Geschicke der Welten (das Zerschmettern des Mondes, den Kane von seinem Vater Valkyn als Geschenk erhielt) sei seiner unbändigen Wut darüber geschuldet, dass ihre unfreiwillige Zeugung der Schmiedemeister mit Kane unmittelbar ihren Tod verursachte.

Unzweifelhaft ist, dass Khronos sich zu der Einen hingezogen fühlte. Doch halten wir nach den Veränderungen durch die Zeit Cybele für die wahrscheinlichere, deren unschuldige Freigiebigkeit den ewigen Beobachter stärker angezogen haben dürfte, als die zwar liebevolle aber auch reserviertere und darüber hinaus bereits vergebene Gaea.
Die Scham darüber ihrem Charme erlegen zu sein, mag ihn dazu veranlasst haben Malekai und die jugendliche Frische seines Schalks abzulehnen, die ihn so sehr an seine Sünde erinnerte.

Dass Khronos den Mond aus persönlicher Rache heraus zerschmetterte, lehnen wir grundheraus ab. Sämtliche Gelehrte des Ordens stimmen darin überein, dass ihm schlicht die Aufgabe zufiel, eine neue Zeit einzuläuten. Die Zeit des Hungers. Dass er hierzu den Mond zerschlug, mag durchaus als gezielt gewähltes, unübersehbares Zeichen dafür verstanden werden, wer für den Beginn dieser neuen Ära verantwortlich ist. Mehr aber auch nicht.

 

...

Nicht wenige Geschöpfe sind im Laufe ihres Erlebens diesem Trugschluss erlegen und vielleicht sind auch die Götter nicht vor ihm gefeit. Aber ein Wachender ist weder Späher noch Hüter.
So wachte auch Khronos. Ob ihm alles gewahr war, so erkannte er doch nicht immer, denn er war nicht das Wissen. Und ob er so manches doch erkannte, so behütete er nicht, denn er war nicht das Handeln. Er ist das Betrachten, der Beobachter des Wandels, Schatten des Seins, Herr der Zeit.   
 

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